Blick in meine September-Küche

Nach drei Monaten Essen auf der Terrasse zügelten wir im September vermehrt ins Innere. Noch fühlt es sich wie Sommer an. Aber das Essen verändert sich. Das saisonale Angebot ändert und – ich koche wieder warm. Diesen Monat war so viel los, dass ich vorwiegend auf eine schnelle Küche achtete. Das Migusto-Heft war mir eine grosse Hilfe.

Als ich die Hackfleischsauce für die Pasta am Ende dieses Beitrages zubereitete, dachte ich nach über die Geschichte dieser Sauce. Verrückt? Hast du schon mal nachgedacht, in welchen Gerichten Hackfleischsauce vorkommt? Lasagne, Moussaka, Pie’s, Bällchen, Braten, Frikadellen, Bourritos, Frühlingsrollen, Gemüsefüllung, Auflauf, Wraps, Eintöpfe, Rouladen …
Die Hackfleischsauce wird auf so viele Arten zubereitet, so vielseitig eingesetzt und – nicht nur in klassischer Hausmannskost zu finden. Sie ist eben auch eine internationale Geschichte. Endlos zu diskutieren.

Aber kehren wir zurück zu meinen Essens-Geschichten dieses Monats.

Ein Teller mit einer Mischung aus gewürfelten Melonenstücken, Heidelbeeren und zerkleinertem Lachs, garniert mit grünen Schnittlauch.
Melonensalat mit Lachs

Ein süsses Früchtchen zusammen mit einem aalglatten Gegenüber. Es braucht nicht einmal viel, diese beiden zusammenzubringen. Eine Geschichte in Orange, leicht und erfrischend.

Quelle: 365 Recettes pour tous les jours von J.-F. Mallet

Bohnen mit Bohnenkraut kochen, mache ich seit langem nicht mehr. Ich finde, Tradition braucht manchmal Alternativen. Grüne Bohnen mit weissen mischen, Sesamsamen und Minze darüber. Erfrischend. Passt. Den Halloumi lasse ich ganz. Ich will kein Tofu aus ihm machen. Und ihn zu glasieren ist wirklich interessant.

Quelle: Migusto

Eine Schüssel mit Nacho-Chips, belegt mit geschmolzenem Käse, Jalapeños, Tomaten und frischen Kräutern, serviert mit Salsa und Guacamole.
Nachos mit Chili con Carne

Dieses Nachos-Gericht habe ich diesen Sommer auf Mallorca entdeckt. Aber erst jetzt selbst ausprobiert. Es sah nicht ganz so aus, wie auf dem Bild. Schmeckte trotzdem Mallorquinisch-Mexikanisch.

Quelle: Free style

Ein Teller mit goldbraun gebratenen frittierten Kartoffel-Puffer, garniert mit frischem Basilikum und Kirschtomaten.
Tomatenkroketten

In der kretischen oder griechischen Küche wird für Gemeinschaften gekocht, für die Familie. Da geht das Herz auf. In diesem Sinne entstanden auch diese Tomatenkroketten aus den letzten Tomaten meines Gartens. Es war so viel, dass ich einige Portionen einfrieren konnte.

Quelle: Kretische Küche

Ein frischer Salat aus fein geschnittenem Weißkohl und Karotten, garniert mit Tomatenscheiben und gewürzt mit Kräutern.
Cole Slaw ohne Mayo

Coleslaw-Salat in Mayo-Yoghurt-Rahmtunke mag ich gar nicht. Ich mag es schlank und bereite eine eigene Sauce ohne Mayo und Yoghurt und Rahm und … zu. Ein Hoch auf den Kohl und die Karotten. So schmecke ich, was drin ist.

Quelle: free style

Die erste Süsskartoffel aus dem Garten. Der entgegen stelle ich Hülsenfrüchte? Mmhh. Auf jeden Fall koche ich die selber (Geld und Abfall sparen) und bereite dann diese Salsa zu. Und serviere alles auf Griechischem Yoghurt. Mmhh …

Quelle: Migusto

Weisse Bohnen aus dem Vorrat, selber gekocht und frische – ja frische – Tomaten auf der anderen Seite. Das kennen wir. Aber jetzt kommt dieser Spanier dazu und mischt alles auf … Wir sind total aus dem Häuschen.

Quelle: Migusto

Hackfleischsaucen sind eine Geschichte. Pasta eine andere. Diese beiden sind so gegensätzlich, dass sie im Normalfall nicht zueinander finden. Ausser, es gibt etwas, das beide zu sehr lieben, um die Finger davon zu lassen. Mit viel Respekt können sie es schaffen, individuell zu bleiben und trotzdem einen gemeinsamen Weg gehen. Wie hier.

Quelle: Migusto

Ein Teller mit gebratenem Fisch, umgeben von einer cremigen Spinat- und Bohnenmischung, serviert mit gerösteten Süßkartoffeln.
Poulet an Salbei mit Erbsen

Zarte Pouletbrust trifft auf Salbei, Edamame statt Erbsen und Spinat, an Haferkochcrème. Das alles ist ideal ergänzt, schnell zubereitet und kommt aus dem Ofen. Ideales, angepasstes Alltagsrezept.

Quelle: 365 Recettes pour tous les jours von J.-F. Mallet


Lass uns Ideen sammeln

Ich möchte diese kleine Reihe gern weiterführen.

Dafür brauche ich dich!

Welches Gericht hat dich im letzten Monat besonders begeistert – egal ob selbst gekocht oder entdeckt? Einzige Bedingung: Kein Fastfood, keine Fertiggerichte.

Klicke auf den Button. Teile mir dein „Gericht des Monats“ unter Angabe der Quelle mit (Kochbuch, Link). Ich lasse eine Sammlung echter Alltagsküche entstehen, indem ich künftig dein Gericht des Monats als Leserbeitrag aufliste und hier veröffentliche. Das wird uns alle inspirieren.

Hier die aktualisierte Liste für dich zum Download. Letzten Monat gab es keine Meldungen. Schreibe mir, ob dir diese Liste hilft.