Goldener Mantel der Abenddämmerung liegt über der Erde. Nachdenklich sitzt die Frau auf der grünen Bank am Waldrand, wärmende Sonnenstrahlen auf ihrem Gesicht.

Alles steht still. Nur Gedanken piksen, wie in der Luft schwirrende Mücken. Krächz – krächz – streiten wie Raben im Wald.

Alles steht still. Wie Wolken den Himmel, verschleiern Gedanken den Geist. Piepsen und zwitschern wie Vögel in der Dämmerung. Gurren wie Wildtauben. Lauter und lauter.

Mutter Erde hör zu: Am Morgen dies. Am Abend das. Das Herz liegt schwer in der Brust und hadert. Was soll ich tun?

Alles steht still. Wie der grüne Mais in Reih und Glied. Wie die grünen Sträucher am Waldrand mit Zweigen wie ausgestreckte Arme, darauf wartend, die Wiese voll grüner Klee und purpurnen Blüten zu umarmen.

Letzter Lichtkegel der Sonne über dem Berg, ehe sie versinkt. Vögel schweben in der Dämmerung, wie die Gedanken im Kopf.

Der Kopf entscheidet. Der Geist wird klar.

Doch du Herz – was willst du? Will gehen. Will pendeln. Kein aushalten. Kein mühselig streiten. Die Frau steht auf und geht.

Laue Abendbrise frischt auf, streift rauschend durch Wald, Mais und über die Wiese. Kirchenglocken schlagen die volle Stunde. Mopeds rattern vorbei. Verkehrslärm rauscht in der Ferne. Stimmen werden laut.

Die Frau lächelt. Alles fliesst …