Wie die Zeit vergeht! Schon wieder ist der Zwölfte des Monats. Zeit für 12 von 12.
Dieser Foto-Tag beginnt für mich erst um die Mittagszeit. Vertieft in meine Texte verpasste ich es, das goldene Herbstlicht von heute Morgen einzufangen. Das hätte ich gerne gezeigt. Es war traumhaft.
Die Blume, welche den heutigen Beitrag begleitet, leuchtet mir normalerweise um diese Zeit aus dem Garten entgegen. Heuer ist sie Opfer der Trockenheit geworden. Die trockenen Blütenstände lasse ich stehen. Als Zierde im Winter, für Insekten und Vögel. Fotografieren mag ich sie nicht.


Den Vormittag verbrachte ich damit, Texte zu schreiben. Der Entwurf für meinen nächsten Brief aus dem Berner Jura zum Thema „Warum der Jura“ ist entstanden. Es betrifft den Schauplatz meines Romans Ruf des Jura und erzählt, was der Jura für mich selbst geworden ist.
Und – ich habe meine Gedanken zum dritten Blogartikel der vierteiligen Serie zum Thema „Neuanfänge“ notiert. Darüber habe ich Zeit und Raum vergessen.
Dann meldete sich mein Magen. Ich kann mich auf ihn verlassen.




Ich nahm den steilen „Chemin des écoliers“ unter die Füsse, um ins Dorf-Café zu kommen. Ich wollte den Kopf frei kriegen. Und notierte die Stichworte für 12 von 12.
Das Schreibpensum heute ist erreicht und ich habe noch etwas anderes vor diesen Nachmittag.

Nach über 30 Jahren guter Dienste hat meine alte Nähmaschine den Geist aufgegeben. Sie konnte nicht repariert werden.
Die Produktion sei eingestellt worden, Ersatzteile nicht mehr erhältlich. Hat man mir gesagt.
Heute übe und nähe ich das erste Mal mit meiner neuen. Schon das Einfädeln ist anders …

Die Gum-Gum-Socken sind fertiggestellt. Ein Paar mehr, das zum Socken-Weltrekord wandert.

Dann ab in den Garten. Süsskartoffel ernten für das Abendessen. Das Gericht zeige ich im Oktober im Blog.

Endlich blüht auch die Glockenrebe. Blüte für Blüte zeigt sich jetzt. Ich habe wegen des heissen Sommers schon nicht mehr damit gerechnet.


Das war mein aufregender Samstag. Ein Spaziergang in unserer ländlichen Idylle hilft mir herunterzukommen. Einmal mehr staune ich, wie viele Kleinigkeiten in einen Tag passen, wenn man nur aufmerksam genug bleibt.
Bis zum nächsten 12 von 12!
Danke dass du dir Zeit für diesen Artikel genommen hast. Das Format „12 von 12“ wurde ursprünglich von Draußen nur Kännchen ins Leben gerufen – und ich mag es sehr, weil es die kleinen Momente sichtbar macht, die im Alltag sonst oft untergehen.
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