12. Juni. Es ist Freitag und wieder Zeit für 12 von 12 – zwölf Bilder aus meinem Alltag.
Heute bin ich allerdings nicht nur wegen des Blogformats aufgeregt. In genau zwei Monaten, am 12. August, erscheint mein Buch Ruf des Jura. Kaum zu glauben. Die Vorfreude kribbelt bereits in jeder Faser meines Körpers und schenkt mir eine Extraportion Energie.


Beim Morgenkaffee erstellen mein Compagnon und ich unseren Menüplan für die kommende Woche. Dazu gehört auch die Einkaufsliste. Dieser kleine Wochenrhythmus spart uns Zeit, verhindert Fehlkäufe und schafft Raum für das, was wir wirklich gerne tun.

Der Brotteig ist über Nacht wunderbar aufgegangen. Ich forme die Teiglinge und lasse sie noch einmal ruhen, bevor sie später in den Ofen kommen.


Unser erster Einkaufshalt ist der Lieblings-Hofladen. Das Gemüseangebot ist reichhaltig und ich finde alles, was ich brauche. Besonders freue ich mich über die Salatsetzlinge, die bald in unserem Garten für Nachschub sorgen werden.


Frühmorgens ist auch der Einkauf im Supermarkt angenehm. Nur an der Fischtheke verweilen wir etwas länger. Für die angekündigten Sommertage planen wir einen Grillabend und entscheiden uns schliesslich für frische Forellen.

Nach dem Einkauf gönnen wir uns ein kleines Frühstück im Restaurant nebenan. Ein ruhiger Moment, bevor es zuhause weitergeht.
Zurück in der Küche wandern die Brotteiglinge in den Ofen. Schon kurze Zeit später duftet das ganze Haus wie eine Backstube.

Während das Brot backt, widme ich mich dem Haushalt. In den vergangenen Wochen waren viele Handwerker bei uns ein und aus gegangen.
Die Renovation nähert sich ihrem Ende und ich beginne, neu einzuräumen und gründlich zu reinigen. Besonders freue ich mich auf das frisch renovierte Badezimmer, das heute Abend endlich offiziell in Betrieb genommen wird.

Nach einer kleinen Mittagspause zieht es mich in den Garten. Schneckenjagd gehört momentan genauso dazu wie das Düngen mit Jauche und das Staunen über das Wachstum in den Beeten.
Alles wächst auf 700 Metern über Meer erstaunlich gut – und natürlich biologisch. Darauf bin ich ein wenig stolz.
Langsam beruhigt sich mein Energielevel. Ich sitze im Garten, höre den Vögeln zu und lasse die Gedanken ziehen. Die letzten Tage waren kühl und regnerisch, doch der Sommer scheint bereits wieder Anlauf zu nehmen.

Ich betrachte die letzten Pfingstrosenblüten, die schwer sind vom Regen. Dabei wird mir bewusst, wie viel ich heute erledigt habe.
Hausarbeiten haben für mich etwas Meditatives. Während die Hände beschäftigt sind, sortieren sich Erfahrungen, Gedanken und Gefühle fast von selbst.
Gleichzeitig denke ich an die bevorstehende Sonnenwende und an meinen nächsten Artikel, der an Neuanfänge: Die stille Kraft des Frühlings anknüpfen wird. Die Ideen kommen plötzlich ganz von allein. Schnell notiere ich alles, bevor sie wieder verschwinden.
Und dann der Schreckmoment des Tages: Die Glasnudeln fehlen!
Trotz Einkaufsliste habe ich sie schlicht vergessen. Noch einmal losfahren? Im Dorfladen suchen? Oder das Abendessen neu denken?
Während ich überlege, kommt die Lösung von selbst: Statt eines Wok-Gerichts gibt es ein Tellergericht mit Kokos-Curry-Sauce und Basmati-Reis.
Et voilà – Problem gelöst.
Manchmal ist Vergessen einfach eine Einladung, kreativ zu werden.
Am Abend werden wir den Abschluss einer aktiven Woche feiern. Das Kokos-Curry wird sicher hervorragend gelingen und die Sorgen, ich könnte im Hinblick auf die Buchveröffentlichung etwas übersehen haben, lasse ich dort, wo sie hingehören: in meiner kleinen Schreibfabrik.

Jetzt freue ich mich auf ein gemütliches Wochenende, auf das Panflötenkonzert am Samstagabend und auf alles, was es noch bereithält.
Und danach? Dann beginne ich die Tage bis zu meinen Ferien zu zählen.
Danke dass du dir Zeit für diesen Artikel genommen hast. Das Format „12 von 12“ wurde ursprünglich von Draußen nur Kännchen ins Leben gerufen – und ich mag es sehr, weil es die kleinen Momente sichtbar macht, die im Alltag sonst oft untergehen.
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