12 von 12 im Dezember 2025

Neulich habe ich bei einer anderen Schweizer Schreibfrau dieses Bilderblogformat entdeckt und es gefällt mir so, dass ich mitmachen möchte. Damit halte ich den 12. Tag des Monats mit 12 Bildern fest. Wie weit ich es damit bringen werde? Darauf bin ich selber gespannt.

Heute ist auf jeden Fall mein erster 12 von 12-Beitrag.

Start in den Tag. Ohne den besten Kaffee geht nichts. Wer weiss, was noch kommt …

Schon seit einiger Zeit habe ich mir das vorgenommen. Mit dem öV reise ich ins Emmental, einer Region im Kanton Bern. Es herrscht mystische Stimmung …

… die aber glücklicherweise bald ändert.

Endlich angekommen. Ein 15-minütiger Spaziergang bringt mich zum …

Jakob Markt. DER Markt mit dem grössten Woll- und Stoffsortiment, den ich in meinem bisherigen Leben in der Schweiz gesehen habe.

Meine Strick-Kolleginnen haben mich vorgewarnt: „Behalte deine Geldbörse fest in den Händen.“

Jetzt weiss ich warum. Ich trete ein in den Markt und schon nach wenigen Schritten stehe ich mitten in allem, was das Herz rund um Wolle, Stoffe, Stick-, Knüpf- und Bastelartikel begehrt.

Strickerinnen sitzen an ihrem Arbeitstisch, Helferinnen beantworten Fragen rund um die eigenen Arbeiten.

Meine Hände tauchen ein in diese weichen grossen und kleinen Wollklüngel, ich streife über Nadeln und Zubehör, ich drehe um … seufze …

Ob Merino, Alpaka, Bambuswolle, Baumwolle, Polyacril, Synthetisches … alle die Vorschläge und Modelle.

Ich weiss nicht, wo ich anfangen soll. Es ist ein Farbenfest, das ich am liebsten mit nach Hause nehmen würde. Halt! Ich – kann – wiederkommen.

Es wird Mittagszeit, ich brauche dringend eine Pause und vor allem Stärkung.

Gleich neben dem Markt steht dieses ältere Emmentaler Haus, ein Restaurant, wo ich mit meinem Compagnon, der mich heute begleitet, das Essen schmecken lasse.

Auf dem Weg zurück zum Bahnhof entdecke ich diesen vorweihnachtlich geschmückten Balkon.

Die Emme, der Fluss hinter dem Bahnhof. Ein kurzer stiller Moment, bevor der Zug einfährt.

Hier schaue ich direkt in eine längst vergangene Zeit: Hinter den Fenstern dieses Bahnhofsraumes steht ein Stellwerk.

Der Bahnhofsvorsteher stellt manuell die Weichen für den nächsten einfahrenden Zug mittels eines bestimmten Hebels, den nur er kennt. Dann nimmt er seinen Hut, setzt ihn auf, schnappt sich die rote Kelle, steckt die Pfeife in den Mund und verlässt den Raum. Draussen auf dem Perron pfeift er und winkt mit der Kelle dem einfahrenden Zug entgegen.
Als heute der Zug einfährt, ist dieser Raum leer und alles digital organisiert, ich lasse die Bilder los.

Meine Ausbeute heute: Ich helfe mit. Es geht um nichts weniger als den Weltrekordversuch selbst gestrickter Socken. Und darum werde ich jetzt kreativ.

Falls du mithelfen willst, findest du mehr Informationen über diesen Link.

Das war also mein erster 12 von 12-Beitrag am zwölften Tag des zwölften Monats anno 2025.

Verlinkt mit 12 von 12 bei Caro – und Draußen nur Kännchen – wo viele andere Tagesverläufe in zwölf Bildern, am zwölften Tag des Monats, dokumentiert und gesammelt werden.

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