12 von 12 – die Geschichte eines Februartages

Schon ist wieder der Zwölfte des Monats – mein 12 von 12 im Februar.

Noch immer ist tiefer Winter. Kein Schnee. Aber die Kälte nehme ich besonders wahr. Und es regnet. Ununterbrochen.

Trotzdem gehe ich das Jahr ruhig an, geniesse die Zeit, während mein Körper und seine Systeme regenerieren, umbauen, erneuern und reparieren.

Diese Phase ist mir sehr wichtig. Meine innere Kraft brauche ich, damit ich den Anforderungen des Alltags angemessen begegnen kann. Und jetzt ist für mich auch die Zeit für Kreativität gekommen. Vieles liegt da und will geordnet werden.

Walk of Peace – eine Inspiration für den Alltag

Doch bevor ich über meinen Tag berichte, zuerst das hier: Der Walk of Peace.

Bildquelle: Facebook - Walk for Peace

Während einiger Wochen bin ich 19 buddhistischen Mönchen auf ihrer Wanderung über 2’300 Meilen von Texas nach Washington D.C. gefolgt. Nicht physisch – in den sozialen Medien.

Bildquelle: Facebook – Walk for Peace

Es hallt nach und berührt mich tief, wenn ich – wie heute – ihre Berichte lese. Die Bilder sprechen tausend Worte. Wie viele Menschen sie erreichen konnten. Ihr Ziel, Washington D.C., haben sie in den letzten Tagen erreicht. Sie haben sich mit anderen Kulturen und Religionen getroffen, und am Valentinstag fahren sie zurück nach Texas.

Dieser Walk of Peace betrifft auch mich. Ganz persönlich. Er ist eine Erinnerung daran, meinen eigenen Frieden zu pflegen. Im Alltag. Es ist nicht schwierig. Und beginnt mit Atmen. Still. Ruhig. Ein Weg des Körpers.

Und das ist auch Thema meines Romans, der auf dem Weg ist.

Neue Wünsche und Ziele fürs 2026 konkretisieren

Meine privaten Wünsche für dieses Jahr habe ich mit meinem Compagnon bereits abgestimmt und entschieden.

Morgen, Freitag, am Dreizehnten, entscheide ich definitiv über meine Schreibziele für dieses Jahr. Dann bekommen sie Flügel.

Heute Vormittag bereitete ich alles vor, sie zu konkretisieren: Stifte, Papier, White Board, Karten und anderes mehr sind meine Werkzeuge und – ein Kuchen.

Nein, kein richtiger Kuchen. Ein rasch auf Papier gezeichneter Kuchen, den ich in zwölf Stücke „schneide“.

Jedes Kuchenstück stellt einen Wunsch dar, ein Ziel oder eine Absicht. Alles will zu seiner Zeit Aufmerksamkeit bekommen. So wie in der Natur bereits die ersten Triebe sichtbar werden, wird wachsen, blühen und Früchte tragen, was ich mir vorgenommen habe.

Ich kann entspannen. Entscheidungen geben mir Kraft und Fokus. Meine Kreativität und neue Taten werden gestärkt. Ich gehe fähig, flexibel und anpassungsfähig mit den Ereignissen – und auch mit Hindernissen – im Alltag um.

Winteralltag zwischen Zuhause und Bern

Heute kam ich nicht drum herum. Keine Ausrede mehr: „Ich kann sie ja morgen verräumen …“ Ich brauche warme Pullover.

Der Tag heute war eng getaktet. Deshalb ass ich auswärts zu Mittag – auf dem Weg zum Bahnhof. Es war nicht das, was ich mir vorgestellt habe. Ich beschloss, nächstens wieder eine Lasagne selbst zuzubereiten.

Am Nachmittag reiste ich nach Bern. An dieser Stelle sollten Bilder von Bern deine Augen erfreuen. Der Weg von und zu den Geleisen ist lang, und das stürmische Wetter war unerbittlich. Es hatte definitiv etwas anderes mit mir vor, und diese Eindrücke hallen nach.

Ich schaffte es dann doch und kam bereits mit gut durchgelüftetem Kopf an. Perfekt, um mit meiner Gruppe zu musizieren. Ich nehme wieder Panflöten-Unterricht.

Vor Jahren hatte ich aus Zeitgründen das Musizieren aufgegeben. Die Flöte wartete geduldig auf mich. Jetzt ist eine neue Zeit. Ich beginne neu.

Valentinstag, Wok-Gericht und kleine Freuden

Auf dem Rückweg nach Hause beschäftigte mich eine Frage. Samstag ist Valentinstag. Liebe liegt in der Luft. Mit meinem Lieblingsmenschen werde ich sie feiern – unter anderem mit einer kulinarischen Aufmerksamkeit. Ich werde ein Wok-Gericht zubereiten und habe die Qual der Wahl. Welches bereite ich zu?

Ein voller Tag geht zu Ende. Wenn ich hier auf „Veröffentlichen“ geklickt habe, werde ich ihn in Ruhe abschliessen. Ein Buch – ausgeliehen von unserem regionalen Bibliobus – und ein Glas Wein sind für heute Abend genau das Richtige. Damit setze ich mich ans Kaminfeuer.

Der Buchtitel sagt es:
Kleine Freuden – sind oft die grössten Freuden.


Dieser Beitrag ist verlinkt mit 12 von 12 bei Caro – und Draußen nur Kännchen – wo viele andere Tagesverläufe in zwölf Bildern, am zwölften Tag des Monats, dokumentiert und gesammelt werden.


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